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Paten gesucht!

Starthilfe gesucht

Aus unserer Arbeit gibt es immer wieder Positives zu berichten: So steht inzwischen fast allen der zahlreichen Flüchtlingsfamilien ein Pate mit Rat und Tat zur Seite, einige Freiwillige haben sich auf unsere Aufrufe hin gemeldet und leisten nun mit großer Ausdauer tolle Arbeit, für die wir uns an dieser Stelle auch gerne bedanken wollen.

Wer noch keine Paten als Ansprechpartner hat, das sind viele der alleinstehenden jungen Männer, insbesondere aus Syrien. Die meisten von ihnen sind auch gar nicht so sehr auf Hilfe angewiesen – im Gegensatz zu Familien brauchen sie niemanden, der sie mal zum Kinderarzt fährt oder ähnliche Aufgaben übernimmt, die die Paten regelmäßig wahrnehmen. Dadurch, dass alle bereits vorher in Unterkünften im Umkreis waren, sind sie mit dem Leben in unserer Region schon sehr gut vertraut und kommen in der Regel problemlos zurecht.

Für viele beginnt jetzt jedoch ein neues Kapitel: Der Einstieg in den Arbeitsmarkt und der ist leider teilweise relativ kompliziert: Jobcenter, Berufsberatung, Bewerbungsgespräche, Lebenslauf, Schulabschlussanerkennung, Praktikum, Berufsschule – Fragen, mit denen auch deutsche Arbeitsmarkteinsteiger gerne überfordert sind, verlangen den Flüchtlingen noch viel mehr Anstrengungen ab.

Wir helfen so gut wir können, indem wir etwa Bewerbungstrainings anbieten, Informationsveranstaltungen mit der Industrie- und Handelskammer gemeinsam mit der Gemeinde organisieren oder Praktika vermitteln. Leider können wir derzeit nicht alle Personen so intensiv betreuen, wie das im besten Fall wünschenswert wäre und so kommt es vor, dass einige nicht genügend unterstützt werden können und so bei der Berufsfindung nur schleppend vorankommen.

Toll wäre es daher, wenn hier weitere Ehrenamtliche „Starthilfe“ leisten könnten. Aus unserer Sicht würde sich das so gestalten, dass Interessierte für einen Geflüchteten zuständig wären, den sie dann begleiten. Das geht heutzutage etwa sehr einfach über what’s app oder eben telefonisch. Die „Starthelfer“ sollen dabei Ansprechpartner sein, gelegentlich nachfragen, wo der Schuh drückt, um bei Problemen dann gegebenenfalls andere Personen unserer Initiative oder in der Gemeindeverwaltung zu kontaktieren. Diese Aufgabe kann jederzeit beendet werden, falls es wider Erwarten nicht funktioniert. Eigene besondere Kenntnisse des Arbeitsmarkts sind nicht erforderlich. Jede Unterstützung ist willkommen, fragen Sie gerne einfach nach.

Weitere Infos erhalten Sie, wenn Sie an Patenschaften@asyl-st-leon-rot.de schreiben. Auskünfte erteilt auch die Gemeindeverwaltung, hier der Flüchtlingsbeauftragte Benjamin Schwalb (Telefon 06227 / 538-123 – Email: benjamin.schwalb@st-leon-rot.de). 

 

Paten und spontane Helfer im Alltag gesucht!

Inzwischen leben etwa 70 Asylbewerber und Flüchtlinge in St. Leon-Rot. Die meisten haben eine Bleibeperspektive und bemühen sich darum, in Deutschland Fuß zu fassen. In dieser für den Einzelnen wie für unsere Gemeinde wichtigen Phase brauchen die Flüchtlinge persönliche und praktische Unterstützung.

Bei der Betreuung von Flüchtlingen setzen wir in Kooperation mit der Gemeinde auf ein Patenschafts-Konzept. Ehrenamtliche Patinnen und Paten stehen jeweils einem Flüchtling oder einer Flüchtlingsfamilie unterstützend zu Seite, wenn Fragen aufkommen, die das ganz normale Leben in Deutschland betreffen. Sie helfen, kleinere Hürden zu überwinden, und vermitteln Normen und Werte, die uns wichtig sind.

Wenn Sie neugierig  sind auf Menschen anderer Kulturen, Freude an einer menschlich bereichernden und herausfordernden Aufgabe haben, das soziale Miteinander in St. Leon-Rot aktiv mitgestalten möchten und ein begrenztes Zeitbudget zur Verfügung stellen können, ist dieses Engagement das Richtige für Sie.

Wenn Sie nur wenig Zeit haben oder erst einmal in die Flüchtlingsarbeit hineinschnuppern möchten, können Sie sich auch als spontaner Helfer anbieten.

Wer hilft mir dabei?

Der Arbeitskreis Patenschaft der BIA steht allen Paten als Ansprechpartner für Fragen rund um die Patenschaft zur Verfügung. Es ist auch möglich, gemeinsam mit anderen eine Patenschaft zu übernehmen, etwa für eine Familie.

Die übrigen Arbeitskreise der BIA (Bildung, Spenden, Freizeit, Soziales u.a.) stehen den Paten ebenfalls unterstützend zur Seite. Sie können z.B. die Begleitung zu Terminen übernehmen, geben Deutschkurse, organisieren Spenden oder vermitteln Sportvereine. Für alles, was die eigenen Fähigkeiten übersteigt, kann man sich an das Sozialarbeiterteam der Gemeinde wenden. Kurzum: Niemand ist mit seiner Aufgabe alleine!

Die BIA und die Gemeinde organisieren und vermitteln überdies regelmäßig Qualifizierungsangebote für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer in St. Leon-Rot, z.B. in den Bereichen interkulturelle Kompetenz und Asylrecht.

Was, wenn es nicht klappt?

Eine Patenschaft soll durchaus verbindlichen Charakter haben. Aber: Falls die Chemie nicht stimmt oder wenn es aus zeitlichen Gründen nicht mehr klappt, lässt sich eine Patenschaft selbstverständlich auch kurzfristig beenden.

Was muss ich tun, um Pate oder Patin zu werden?

Wir würden uns sehr freuen, wenn diejenigen, die Interesse haben, Pate oder Patin zu werden, sich per

Mail an patenschaften@asyl-st-leon-rot.de
wenden oder telefonisch an den Flüchtlingsbeauftragten der Gemeinde,
Benjamin Schwalb, Tel. 538-123.


Sie können diese Kontaktmöglichkeiten auch für weitere Fragen nutzen. Es können auch konkrete Wünsche an die Patenschaft vorgegeben werden (Einzelperson oder Familie, Alter, Nationalität).

Sie können oder wollen sich nicht dauerhaft binden – kann ich trotzdem helfen?

Es werden zudem Bürgerinnen und Bürger gesucht, die spontan kleine Hilfestellungen leisten – z.B. bei Arzt- oder Bankbesuchen, bei der Kinderbetreuung, beim Einkauf, beim Internetanschluss oder bei anderen technischen Problemen. Die BIA Asyl will in Kooperation zur Gemeinde hierzu einen „Helferkreis“ von Interessierten aufbauen, die im Einzelfall angefragt werden. Sie können dann immer noch entscheiden, ob es gerade passt oder nicht. Wenn Sie als spontaner Helfer unterstützen möchten, wenden Sie sich bitte an:

Gerd Schmidt von der BIA, Tel. 55072, oder
Benjamin Schwalb, Tel. 538-123,


und sagen Sie, welche Hilfeleistung Sie sich vorstellen könnten. Wir sind dankbar über jede Form von Unterstützung.

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